Wie man einen Avocadobaum zieht

Böse Zungen (David!) behaupten, ich hätte keinen grünen, sondern einen schwarzen Daumen. Na gut, mein Verschleiß an Sukkulenten im letzten Jahren war schon ziemlich hoch (ich weiß einfach nie was die wollen!! mal ist es zu wenig Wasser, dann gleich wieder viel zu viel .. sagt doch einfach was ihr braucht!) aber so ganz unfähig bin ich doch nicht, habe ich es geschafft drei Avocadobäume selbst zu ziehen!! Und eine Pflanze erst überhaupt mal zum Leben zu erwecken finde ich dann doch eine größere Leistung, als sie nur überleben zu lassen haha. Meines Erachtens ist ein Avocadobaum aber auch viel einfacher zu pflegen als diese kleinen Dinger (ernsthaft, nur 1ml zu viel und die verderben gleich!) – haben sie zu wenig Wasser, lassen sie Blätter hängen, ich gieße sie und das Leben ist wieder schön. Für uns beide! Nun will ich euch aber nicht weiter über das Leben (und den Tod) meiner Pflanzen erzählen sondern verraten, wie ihr sehr einfach selbst einen Avocadobaum ziehen könnt.

Schritt für Schritt zum Avocadobaum

  1. Nachdem ihr euch ein tolles Gericht mit einer Avocado zubereitet habt, kümmert ihr euch um den Kern der Avocado. Dieser ist von einer dünnen braunen Haut umgeben, die ihr mit einem scharfen Messer vorsichtig entfernt. Spült nun den Kern in lauwarmen Wasser gründlich ab, damit kein Rest der Avocado oder Haut übrig bleiben.
  2. Nun gibt es zwei Methoden, ich habe beide schon probiert.
    a) Gebt den Kern einfach in ein Glas mit lauwarmen Wasser – der Kern sollte ca. 2/3 mit Wasser bedeckt sein. Problem an dieser Methode kann sein, dass die entstehende Wurzel den Kern dreht und somit der Trieb nicht ordentlich wachsen kann. So war es bei meinem ersten Bäumchen, er hat sich trotzdem hervorragend entwickelt.
    b) Stecht seitlich von oben drei Zahnstocher in den Kern (wie am Foto) und setzt die Konstruktion dann auf ein Glas. Füllt das Glas mit lauwarmen Wasser, bis auch hier der Kern zu ca. 2/3 mit Wasser bedeckt ist. Bei dieser Methode kann sich die Wurzel unten schön bilden und ausbreiten und der Trieb wächst gerade nach oben. Ich finde die Zahnstocher zwar nicht besonders hübsch, aber der Kern wächst so besser und immerhin ist ja das am wichtigsten, was dem künftigen Avocadobaum gut tut.
  3. Nach ca. einem Monat tut sich bereits etwas und der Kern beginnt sich aufzuspalten. Schön langsam wächst die Wurzel und ihr könnt ihm förmlich beim Wachsen zusehen. Achtet immer darauf, dass der Kern mit ausreichend Wasser bedeckt ist!
  4. Nachdem sich auch der Trieb gebildet hat und dieser ca. 20 cm hoch ist, ist der Avocadobaum auch schon bereit in sein richtiges zu Hause umzuziehen. Ihr könnt ihn nun in einem Topf mit Erde pflanzen und immer ausreichend gießen.

Tipps & Tricks für den Avocadobaum

  • Der Kern mag es generell eher warm, weshalb ich keinen meiner Avocadobäume auf dem Fensterbrett gezogen habe. Ich hab sie an einem hellen Ort im Wohnzimmer – das mögen sie eigentlich alle sehr gerne.
  • Bei einem Kern habe ich probiert ihn in eine Art Glashaus zu geben und habe eine große Glocke über das Glas gegeben (natürlich mit Zwischenraum bei Glocke und Boden damit der Kern nicht erstickt) – allerdings ist er nicht schneller gewachsen als seine Freunde.
  • Wenn der Avocadobaum soweit ist, dass er verpflanzt werden kann, pflanzt ihn am besten in einen Tontopf. Hier sehr ihr recht gut, wie feucht die Erde eures Bäumchens gerade ist und bekommt ein Gefühl dafür, wie oft ihr ihn gießen müsst. Ist der Topf dunkel und somit nass, hat er ausreichend Flüssigkeit. Wird der Tontopf trocken, heißt es dringend gießen. Ihr seht dann aber auch sehr schnell, dass der Baum seine Blätter hängen lässt, was ein Zeichen für mangelnde Feuchtigkeit ist.

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